Richard Illi - Geniessertreffen

Artikel
Samstag 30 Dezember 2017
Knut Schwander

Mit seiner enthusiastischen Stimme und seinem klaren Blick ist Richard Illi ein Unternehmenschef, der die Zukunft mit Leidenschaft angeht. Seine Gesellschaft, Essencia, ist in der Welt des Parfüms tätig. In nur fünf Jahren hat dieser Enkelsohn eines Winzers ihr seinen alten Glanz zurückgegeben. Ein Treffen am Neumarkt in Zürich, einer Adresse mit einer exemplarischen Weinkarte.

 

Ein letztes Glas am Bahnhofsbuffet von Zürich ?  Für Richard Illi ist dies eine Art Würdigung seines Grossvaters, einem Winzer in Aigle. Auch wenn er keine berufliche Verbindung mehr mit dem Weinbau hat, erinnert er sich dennoch daran, dass es Züge und Bahnhofsbuffets waren, die dem Aigle les Murailles seine Bekanntheit verliehen haben, dem Wein, den sein Grossvater und Urgrossvater, Henri Badoux, geschaffen haben. Als Sohn eines selbstständigen Unternehmers und als aufgeklärter Amateur in Sachen Wein hatte Richard Illi alle Vorbedingungen, um seine aktuelle Tätigkeit zu entfalten, die an Geschmack und Düfte gebunden ist : Parfümerie.

Vor sechs Jahren ist dieser Ingenieur in Chemie und Familienvater von 47 Jahren nach vielen Reisen in die Schweiz zurückgekehrt, um Essencia, ein mittelständisches Unternehmen, zu übernehmen, das 15 Mitarbeiter hat und 1949 in Winterthur gegründet wurde : Eine wahre Herausforderung, wenn man bedenkt, dass diese Firma sich zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht hat und die internationale Konkurrenz im Vormarsch ist.

« Mein Grossvater und mein Vater haben mir den Gefallen am Unternehmertum und den Begriff der Qualität übertragen. Nach meinem Chemiestudium habe ich also nicht gezögert, als sich die Gelegenheit bot in die Welt der Parfümerie einzutreten ». Desgleichen hat er nicht lange gefackelt, als er die Möglichkeit hatte Essencia zu übernehmen. Und er hat es nicht bereut : « Ich fühle mich wie ein Fisch im Wasser, umgeben von begeisternden und begeisterten Menschen. Dazu kommt noch der Kontakt mit dem Kunden, dem man Freude macht ».

In den Augen von Richard Illi ist der Begriff Freude ein zentraler Faktor, sei es im Bereich Wein oder in der Parfümerie und im Geschäftsleben. An einem Tisch der  belebten Wirtschaft Neumarkt, einer angenehmen geniesserischen Adresse der Altstadt von Zürich, geniesst er daher um so mehr die beeindruckende Weinkarte, die mit Brio die gesamten Schweizer Weinbauregionen abdeckt. Von Zürich bis nach Graubünden und vom Wallis bis nach Neuenburg über das Tessin und das Waadtland listet sie alle Referenzen zu vernünftigen Preisen auf.

Der Preis, ein weiteres Schlüsselelement für diesen auf internationalem Niveau geformten Unternehmer : « In der Schweiz, ob es im Bereich der Parfümerie oder des Weins ist, können wir uns nicht an die Preisuntergrenze halten. Hingegen können wir uns durch ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis profilieren. Was die Kunden schätzen, ist die Ernsthaftigkeit, die Genauigkeit und den Sinn für Innovationen sowie die Verlässlichkeit der Schweizer Produkte ».

Er sollte es wissen. Denn er hat sehr jung eine Firmenkultur kennen gelernt, die auf Qualität und dem Repekt des Kunden basiert, dank seiner Ausbildung bei Firmenich, einem Genfer Giganten der Parfümerie, der seit fünf Generationen in den Händen der gleichen Familie ist : « Für die mittelständischen Schweizer Unternehmen liegt das Erfolgsrezept in der Dosierung von Qualität, Innovation und Leidenschaft, und all dies auf ein Nischenprodukt angewandt ».

Nachdem er zuerst nach China und dann nach Singapur geschickt worden war, um dort die Fabriken Firmenich Asien zu gründen und zu entwickeln, hat er die Vorteile der Schweizer Prägung entdeckt. Zugleich aber auch die Erwartungen einer asiatischen, sehr zahlreichen Kundschaft, für die Schnelligkeit ein zentraler Begriff ist, ein Aspekt, der im alten Europa zu oft vernachlässigt wird : « Dort lebst du rund um die Uhr für deinen Kunden ! ». Die extrem leistungsfähigen Asiaten erwarten eine permanente Verfügbarkeit und sofortige Reaktion ihrer ausländischen Geschäftspartner.

Was darauf hinauskommt festzustellen, dass vor sechs Jahren, als Richard Illi Essencia, ein Familienunternehmen mit 70 Jahren Geschichte übernommen hat, er die Sachen hat in die Hand nehmen müssen, denn die Geschäftsführung war total veraltet : « Es war nötig das Unternehmen umzustrukturieren und ihm eine neue Dynamik einzuhauchen, um es nicht schlicht und einfach schliessen zu müssen ». Gleichzeitig handelte es sich um eine aussergewöhnliche Gelegenheit : « Heute bieten wir gezielte Industriegüter und unser Können verschafft uns einen Vorsprung ».

Die Mission ist also erfüllt. Richard Illi hat die Prioritäten des Firma neu definiert, um sie den Anforderungen des Marktes anzupassen. Die Preise hat er um 25% gesenkt, damit das Unternehmen auf internationaler Ebene konkurrenzfähig bleibt. Eine weitere Neuheit : Das Unternehmen liefert beste Qualität ohne Mengenauflage : « Wir liefern sogar ein einziges Kilo Parfüm, was die anderen nicht tun ».

Diese Strategie hat ihm eine Vielzahl von Nischenmärkten eröffnet : « Das erlaubt uns für die mittelständischen Unternehmen von Interesse zu sein, die die gleichen Werte wie wir verteidigen. Innerhalb von vier Jahren haben wir das Verpasste aufgeholt und es geschafft uns einen Namen zu machen », freut sich der Chef von Essencia. Und dies nicht nur auf den üblichen Märkten wie der Schweiz, Frankreich und Deutschland, sondern auch mit Eröffnung neuer Horizonte wie Polen, Grossbritanien, Thailand, Australien und Neuseeland.

Das Credo von Richard Illi : Zusammenarbeit und Vertrauen. « Wir arbeiten auf Bestellung und wir setzen grossen Wert auf Schnelligkeit und Flexibilität ». Dazu kommt der Vorteil von 70 Jahren Erfahrung in der Vermarktung von ätherischen Ölen und Parfüms, die 100% natürlich sind : ein Markt in vollem Aufschwung. Denn die Welt der Kosmetikprodukte wird sich immer bewusster, wie schwer das Argument « natürlich » wiegt.

« Es bleibt uns viel Arbeit. Aber wenn wir uns weiterhin abheben, glaube ich an unsere Erfolgschancen. Was das betrifft, stehen wir der Welt des Schweizer Weins sehr nahe ».

 

www.essencia.ch

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