Martin Aebli - Geniessertreffen

Artikel
Sonntag 19 November 2017
Knut Schwander

Pontresina, die schmucke Nachbarin von St. Moritz, in Graubünden ist in vollem Aufschwung. Martin Aebli, 55, der dort gebürtig ist, hat vor 14 Jahren das Zepter als Bürgmeister in die Hand genommen. Unter seinen Fittichen entfaltet Pontresina seine Pluspunkte mit innovierenden Projekten und sublimer Tradition. Das Treffen findet umgeben von goldenen Stuckaturen und den Kulissen des Kronenhofs statt, einem der schönsten Hotels der Schweiz.

 

Pontresina, die schmucke Nachbarin von St. Moritz in Graubünden

Der Chardonnay von Irène Grünenfelder glänzt golden unter dem imposanten Kronleuchter, dessen Form einer Krone dem Grand Hotel Kronenhof geradezu königliche Würde verleiht. Inmitten dieses historischen Hotels mit seinen grosszügigen Räumlichkeiten und virtuosen Fresken thront Martin Aebli, umgeben von gebohnertem Parkett und Säulen im Neo-Rokokostil. Als emblematisches Palasthotel ist der Kronenhof einer der Grundpfeiler dieses schmucken Alpinresorts.

Martin Aebli, 55, Chef des Resorts und aktueller Präsident des Graubündner Kantonsparlamentes, mit der Bräune des Bergbewohners und dem lebhaften Blick des Politikers steht dieser Entwicklung nahe, sei es, weil seine Familie damals aus dem Kanton Glaris hierhergekommen ist, um dem Elend zu entgehen. « Es ist der unglaublichen Entwicklung des Hotelgastgewerbes zu verdanken, welches das Engadin am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchlaufen hat, dass mein Grossvater, der Tapezierer und Bodenleger war, seine Familie ernähren konnte ». Man muss dazu sagen, dass Pontresina über eine wahre Sammlung von Palasthotels der Belle Epoque verfügt, die den unglaublichen Dynamismus der Stadt um die Jahrhundertwende bezeugt.

200 Einwohner, 25 Hotels und eine Vielzahl an Projekten

Das Hotelgewerbe und der Tourismus stellen auch heute noch die hauptsächliche Einnahmequelle des Resorts dar. Mit einer Besonderheit : einer « Hotelzone », in der andere Aktivitäten und Bauvorhaben ausgeschlossen sind. « Dank dieser Regelung konnte Pontresina seine ursprüngliche Hotelsubstanz erhalten ». Einerseits die historischen Gebäude und andererseits die Entwicklung neuer Strukturen, erklärt der Bürgermeister: « Im Unterschied zu anderen Orten, die ihre Hotels in Zweitwohnsitze umgewandelt haben, mussten unsere Hoteliers einfallsreich sein, um ihr Überleben zu sichern ». Eine weitreichende Lebendigkeit, die Martin Aebli Freude bereitet und ihn auf seine Stadt mit ihren 200 Einwohnern und 25 Hotels stolz macht !

So sind gerade drei neue Hotelprojekte im Bau: eins für Familien, eine Jugendherberge und die Vergrösserung eines schon existierenden Hotels. « Der Dynamismus der Hoteliersfamilien des Resorts hat es Pontresina erlaubt sich an neue Generationen von Touristen anzupassen ».

Im Laufe der Jahre haben sich ein brandneues Kongresszentrum, ein weitläufiges Hallenbad, topmoderne Seilbahnen, ein zentraler Parkplatz und ein Abenteuerpark zu den traditionellen Aktivitäten wie Langlauf im Winter und Klettern im Sommer gesellt : « Wir können gleichzeitig die älteste Alpinistenschule der Schweiz und ganz neue Angebote für Biker anbieten und dies über die traditionellen Konzerte hinaus, die während der Saison jeden Tag gratis stattfinden ». Und man sollte sich den Genuss gönnen zumindest einmal so einem Konzert beizuwohnen. Besonders im Sommer, denn dann spielen die Musiker im Frack in einem romantischen Pavillon im Wald: Die Ouvertüre Wilhelm Tells von Rossini im Rauschen der Tannen und beim Gesang der Vögel zu hören ist ein Moment reiner Magie! 

Ein einzigartiges Profil

Dank dieser reichhaltigen und regelmässigen Angebotspalette, die ein gleichzeitig gutmütiger und entscheidungsfreudiger Bürgermeister vereint, erfreut sich Pontresina einer Kundschaft aller Altersklassen und ganz verschieden von der In St. Moritz. « Man kommt nicht hierher, um gesehen zu werden. Einige vermögende Personen besitzen in Pontresina Häuser, aber niemand kennt sie. Im Gegensatz zu St. Moritz, dessen wichtigste Saison der Winter ist, haben wir den Vorteil unseren Erfolg zwischen Sommer und Winter im Gleichgewicht zu halten ». Und in diesem Rahmen stellt das gastronomische Angebot ein wahres Schlüsselelement dar. Das sei von einem Geniesser gesagt!

« Ich habe immer gerne gegessen und ein Glas Wein getrunken. Und meine Tätigkeiten geben mir oft Gelegenheit dazu! », erklärt Martin Aebli. Als Freund von Irène Grünenfelder und Martin Donatsch macht er folgende Betrachtung: « Der Wein ist eine wesentliche Visitenkarte für uns und unsere Region ». Dann zieht eine Parallele zwischen seiner Gemeinde und den Graubündner Weinen: « Wir sind, die einen wie die anderen, dazu verdammt Qualität zu bieten! Wir können uns nicht mit niedrigen Preisen profilieren, hingegen müssen wir durch ein optimales Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. Unsere Winzer genauso wie unsere Hoteliers erreichen dieses Niveau, denn einen Leistung auf der Stufe, die wir bieten, ist in Dubai oder Singapur nicht preiswerter. Das ist der Schlüssel zum Erfolg! »

 

www.pontresina.ch

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